Verfasst von: kuekteil Am: Januar 7, 2012
Das wird ein etwas längere Beitrag, der damit beginnt, dass ich einen Sushiabend machen wollte, der weitergeht mit meiner kleinen Einkaufstour und meinen Erlebnissen und der damit endet, dass wir vollgefuttert auf der Couch bei SingStar versackt sind…
Also das kleine Küken hat zum Geburtstag ein kleines Sushiset bekommen. Da das Küken aber Freunde hat, die nie Zeit haben, lag das Zeug weiter rum. Und rum… und immer wieder hab ich davon geredet und alle waren hocherfreut, aber nun ja… Wie das halt so ist.
Jetzt war es dann aber Ende des Jahres soweit, dass mich ein Freund nochmal drauf ansprach und ich dann Nägel mit Köpfen gemacht habe. Zwischen den Jahren hieß es also “Rolle, rolle, Sushirolle”.
Und dafür muss man einkaufen gehen. Und wo macht man das, wenn man noch einen Gutschein für eine gewisse japanische Bäckerei hat? Ganz genau, in Düsseldorf.
Das kleien Küken mit seinen 22 Jahren macht sich also…
Ne, anders.
Das kleine Küken hat sich ‘ne wunderbare Liste gemacht, was alle eingekauft werden muss. Und macht sich Dienstagmittag dann auf zum Bahnhof.
Kükenmama: “Wer fährt denn mit?”
Küken: “Keiner…”
Kükenmama: “Wie, du fährst ganz alleine?”
Hachja, wie ist das schön. Während meine Mama sich also schon wieder ausmalte, dass ich entführt, verschleppt oder schlimmeres werde, war ich dann unterwegs in das 50 Kilometer entfernte Düsseldorf, vollkommen auf mich allein gestellt in dieser riesigen Großstadt. Es ist ja nicht so, dass ich jeden Tag allein zur Arbeit, Uni, Shoppen, keine Ahnung was in eine doppelt so große aber zugegeben nur 20 Kilometer entfernte Großstadt fahren würde – mutterseelenallein…
Ähm ja…
Küken also allein in D-Dorf. Kommt am Bahnhof an und denkt sich nur: Super, keine Cosplayer in Sicht!!! Ein ruhiger Tag wird das… Verdammt, da steht ein Haufen Visus.. Sieh zu, dass du durch die Kramläden schnell durch kommst…
Kam ich dann auch tatsächlich, weil ich nichts spannendes gefunden habe. Also brav Lebensmittel einkaufen. Und Leckereien. Und wenn man schonmal da ist, dann kann man auch in D-Dorf in den Saturn stiefeln, wo ist der Unterschied?
Stunden später und mit einen leckeren Meloneneis im Magen machte ich mich dann mit meiner Beute wieder auf nach Hause. Wohlbehalten bin ich da dann auch angekommen – und sehr belustigt. Es gibt einfach diese Tage und Menschen…
Also erst war ich ja richtig frustriert, als ich wieder im Heimatbahnhof angekommen bin. Deutsche Bahn halt… Machen aus 10 Minuten Verspätung auch mal schnell 15. Ergo: Bus weg. Was ein Glück, dass in dieser Stunde auch ein Bus 10 Minuten später fährt. Also da rein. Nächste Station steigt ein Mädel ein, dass schätze ich mal ein paar Jährchen jünger war als ich. Handy am Ohr und wer so mithört, dass interessiert sowieso nicht.
“Ja, weißt du… Meine Brüste, die fühlen sich auch so komisch an und spannen. Und da stand, das wären so die ersten Anzeichen…”
Oh mein Gott. Reicht es nicht, dass ich auf der Arbeit andauernd mit sowas konfrontiert werde? Nein…
Und dann erzählt dieses Mädel im Bus, dass es ja schon echt komisch wäre, wenn das jetzt bei dem einen Mal schon passiert wäre… Beim letzten Mal, da wäre das ja zweimal gewesen und da wäre es ja auch nicht befruchtet worden.
Liebe Mädchen. Auch wenn ihr nie Bravo oder so gelesen habt… Sex mit einem Kerl kann dazu führen, dass da etwas kleines in euch heranwächst. Und wenn ihr auch noch so verdammtes scheiß Glück habt und andauernd mit sowas durchkommt… Ach egal, Moralpredigt hilft ja auch nicht. Wer nicht will…
Jedenfalls erzählt dieses Mädchen da im Bus durch ihr Handy mal schnell allen, die es nicht wissen wollen, dass sie zu blöd zum Verhüten ist, ungeschützten Sex hatte, danach nicht mal was unternommen hat und nun ihrem Glück vertrauen muss, weil es sonst sein kann, dass sie schwanger ist – die ersten Anzeichen wären ja schon da.
Und dann wechselt sie das Thema, es geht um Silvester, und fängt an darüber zu reden, dass ja bei dem und dem der und der Sekt im Angebot wäre. Und auch hier hätte ich gerne die Moralkeule geschwungen… Ey, erst zu blöd zum f***** und dann nicht mal Gedanken über die Konsequenzen machen.
Das Thema kam dann auch schließlich wieder auf die spannenden Brüste und – der Knaller – sie müsse ja so oft aufs Klo. Ja, das ist ein Anzeichen dafür. Aber wenn man bei kalten Temperaturen im Röckchen und dünner Strumpfhose durch die Gegend läuft… Ja dann… DANN müsste ich auch andauernd aufs Klo.
Zurück zum Sushi. Kleines Küken und die Kükenfreunde – die üblichen Verdächtigen, nüsch Muh? – machen sich ans Werk. Reis waschen, waschen, waschen, waschen… Kochen, und auskühlen lassen.
Und dann darf die Muh rollen, weil die das ganz toll kann. Und in tollem Teamwork entstehen wunderbar leckere Sushiröllchen und Nigiris, die wir uns reingezogen haben.
Nach einem lange vorbereiteten und leckeren Mahl dann hab ich die Doll auf die Tanzmatten gezwungen – nach langer Zeit mal wieder. Doch da außer uns keiner wollte… *schnüff*
Danach haben wir noch stundenlang gesungen. War nach so langer Zeit auch mal wieder lustig. Mir fehlen unsere SingStar Abende…
Und irgendwann haben sich die Gäste dann mal verabschiedet.
Würde das ja sehr gerne mal wiederholen.
Naja, spät am Abend war noch einiges an Reis, Gemüse und Räucherlachs übrig. Hab das dann zu sehr missglückten Reisbällchen verarbeitet, die ziemliche Ausmaße angenommen hatten… Na, was weg, das weg.
Vier Stück lagen abends im Kühlschrank… Am nächsten Morgen war’s nur noch eins, weil meiner kleiner Bruder Hunger bekommen hat. Wobei wir wieder zur Frage nach der Größe seines Magens kommen. Denn ich war nach dem einen schon sowas von satt, dass es stundenlang gereicht hat…
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