Verfasst von: kuekteil Am: Januar 15, 2012
Eigentlich sollte ich mir ja gerade die Finger wund zeichnen… Aber irgendwie ist die Motivation dazu gerade sowas von im Keller, dass es schon nicht mehr lustig ist…
Also hier erstmal die versprochene Besprechung zu der Trilogie „Die Tribute von Panem“, die dieses Jahr auch mit dem ersten Teil in die Kinos kommt. Bin ich auch schon mächtig gespannt drauf, wie die das alles umsetzen. Ich werd auch nicht viel mehr zu den weiteren Büchern sagen, als nur einen kurzen Vorausblick, weil das doch ziemlich die Spannung nehmen könnte… Wollen wir ja nicht. ^.~
Katniss Everdeen lebt in Distrikt 12 in einer entfernten und nicht näher beschriebenen Zukunft, in der das Land des heutigen Nordamerikas durch den Menschen und Naturkatastrophen zerstört wurden. Lediglich das Kapitol und 12 weitere auf dem Kontinent verteilte Distrikte sind den Menschen geblieben. Nach einem Aufstand, bei dem der Distrikt 13 schließlich vom Kapitol zerstört wurde, werden die Bewohner Panems jedes Jahr aufs neue darin erinnert, dass sie der Macht des Kapitols untergeordnet sind und sich unterwerfen müssen. Jedes Jahr werden aus jedem Disktrikt ein Junge und ein Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren ausgelost und in eine Arena gesperrt, wo sich die 24 Kinder und Jugendlichen so lange bekämpfe, bis nur noch einer von ihnen lebt. Dieser geht als Sieger in die Geschichte der Spiele ein. Die Bewohner Panems in allen Distrikten werden dabei gezwungen, sich die Spiele auf riesigen Leinwänden anzusehen.
Katniss jüngere Schwester Prim ist gerade erst 12 geworden und ihr Name taucht nur einmal im Lostopf auf. Dennoch ist es sie, die bei der Auslosung gezogen wird. Katniss jedoch meldet sich freiwillig für ihre Schwester und wird gemeinsam mit dem männlichen Tribut von Distrikt 12 – Peeta – zum Kapitol gebracht. Dort sind die sogenannten Hungerspiele ein wahres Medienereignis mit viel Glanz und Glamour. Und nur wer gut beim Publikum ankommt, erhält wertvolle Sponsoren, die einen während des Kampfes in der Arena mit Nützlichem unterstützen können. Katniss und Peeta werden von ihren Stylisten in Szene gesetzt und erhalten ein kurzes Training, dass ihnen beim Überleben helfen soll. Katniss und Peeta sollen darüber hinaus für die Medien ein tragisches Liebespaar spielen. Doch besonders Katniss will sich nicht zu einem einfachen Spielball der Mächte im Kapitol machen lassen und eckt schon vor Beginn der Spiele immer wieder an.
In der Arena beginnt dann schließlich der Kampf um Leben und Tod, den Katniss auch nicht so verlaufen lassen will, wie ihn die Spielmacher gerne hätten…
Wenn man sich nun fragt, warum direkt drei Bücher, dem sei gesagt, dass dies natürlich nur ein Auftakt ist und die Spiele nur den Auslöser für das geben, was später noch alles passiert.
Dafür, dass es sich bei den Büchern um Jugendbücher handelt, muss ich sagen, dass ich die Thematik manchmal schon recht heftig fand. 24 Kinder in eine Arena sperren, damit sie sich gegenseitig umbringen – und mit welcher Hinterlist sie dies manchmal tun – ist sicherlich nicht etwas für jedermann. Im Übrigen verstehe ich auch nicht, warum die Bücher immer oft bei Fantasy zu finden sind. Denn mit Fantasy haben sie recht wenig gemein. Eher passen sie in die Reihe von Science Fiction Romanen, die wir von Bradbury, Orwell, etc kennen. Eine dystopische Zukunftsvision, in der es stark getrennte soziale Schichten gibt und die unteren von den oberen am Boden gehalten werden.
Was mir wieder ganz stark auffiel, war die Tatsache, dass ich die Bücher kaum aus der Hand legen konnte. Diese Ungewissheit, nicht zu wissen, was nun passieren könnte und würde war manchmal schon wirklich schrecklich. Die Bücher sind komplett aus Katniss Perspektive geschrieben und diese wurde auch konsequent eingehalten. Manche Szenen fahren nur an einem vorbei, andere hingegen sind dafür umso länger beschrieben – wie es mit Erinnerungen eben ist. Die innere Welt von Katniss wird dabei ebenso wenig vernachlässigt. Irgendwie glaubt man es dem Mädchen einfach, dass sie manchmal nicht vollkommen rational handeln kann, bei allem, was in kürzester Zeit auf sie niederprasselt. So erwachsen auf der einen Seite, ist sie dann eben doch noch ein Kind, dass sich manchmal am liebstens vor allem verkriechen würde und eben nicht in eine Arena gesperrt werden möchte, um andere zu töten.
Der kurze Ausblick ist dann eigentlich auch nur noch, dass ich kurz vor Ende der Trilogie einfach nur kopfschüttelnd dasaß und dachte, dass ich irgendetwas verpasst hätte. Denn obwohl es eine lange Vorbereitung auf das Ende hin gab, ging das so ruckartig und plötzlich vonstatten, dass ich selbst wirklich den Überblick verloren hatte.
Verfasst von: kuekteil Am: Januar 7, 2012
Das wird ein etwas längere Beitrag, der damit beginnt, dass ich einen Sushiabend machen wollte, der weitergeht mit meiner kleinen Einkaufstour und meinen Erlebnissen und der damit endet, dass wir vollgefuttert auf der Couch bei SingStar versackt sind…
Also das kleine Küken hat zum Geburtstag ein kleines Sushiset bekommen. Da das Küken aber Freunde hat, die nie Zeit haben, lag das Zeug weiter rum. Und rum… und immer wieder hab ich davon geredet und alle waren hocherfreut, aber nun ja… Wie das halt so ist.
Jetzt war es dann aber Ende des Jahres soweit, dass mich ein Freund nochmal drauf ansprach und ich dann Nägel mit Köpfen gemacht habe. Zwischen den Jahren hieß es also „Rolle, rolle, Sushirolle“.
Und dafür muss man einkaufen gehen. Und wo macht man das, wenn man noch einen Gutschein für eine gewisse japanische Bäckerei hat? Ganz genau, in Düsseldorf.
Das kleien Küken mit seinen 22 Jahren macht sich also…
Ne, anders.
Das kleine Küken hat sich ‘ne wunderbare Liste gemacht, was alle eingekauft werden muss. Und macht sich Dienstagmittag dann auf zum Bahnhof.
Kükenmama: „Wer fährt denn mit?“
Küken: „Keiner…“
Kükenmama: „Wie, du fährst ganz alleine?“
Hachja, wie ist das schön. Während meine Mama sich also schon wieder ausmalte, dass ich entführt, verschleppt oder schlimmeres werde, war ich dann unterwegs in das 50 Kilometer entfernte Düsseldorf, vollkommen auf mich allein gestellt in dieser riesigen Großstadt. Es ist ja nicht so, dass ich jeden Tag allein zur Arbeit, Uni, Shoppen, keine Ahnung was in eine doppelt so große aber zugegeben nur 20 Kilometer entfernte Großstadt fahren würde – mutterseelenallein…
Ähm ja…
Küken also allein in D-Dorf. Kommt am Bahnhof an und denkt sich nur: Super, keine Cosplayer in Sicht!!! Ein ruhiger Tag wird das… Verdammt, da steht ein Haufen Visus.. Sieh zu, dass du durch die Kramläden schnell durch kommst…
Kam ich dann auch tatsächlich, weil ich nichts spannendes gefunden habe. Also brav Lebensmittel einkaufen. Und Leckereien. Und wenn man schonmal da ist, dann kann man auch in D-Dorf in den Saturn stiefeln, wo ist der Unterschied?
Stunden später und mit einen leckeren Meloneneis im Magen machte ich mich dann mit meiner Beute wieder auf nach Hause. Wohlbehalten bin ich da dann auch angekommen – und sehr belustigt. Es gibt einfach diese Tage und Menschen…
Also erst war ich ja richtig frustriert, als ich wieder im Heimatbahnhof angekommen bin. Deutsche Bahn halt… Machen aus 10 Minuten Verspätung auch mal schnell 15. Ergo: Bus weg. Was ein Glück, dass in dieser Stunde auch ein Bus 10 Minuten später fährt. Also da rein. Nächste Station steigt ein Mädel ein, dass schätze ich mal ein paar Jährchen jünger war als ich. Handy am Ohr und wer so mithört, dass interessiert sowieso nicht.
„Ja, weißt du… Meine Brüste, die fühlen sich auch so komisch an und spannen. Und da stand, das wären so die ersten Anzeichen…“
Oh mein Gott. Reicht es nicht, dass ich auf der Arbeit andauernd mit sowas konfrontiert werde? Nein…
Und dann erzählt dieses Mädel im Bus, dass es ja schon echt komisch wäre, wenn das jetzt bei dem einen Mal schon passiert wäre… Beim letzten Mal, da wäre das ja zweimal gewesen und da wäre es ja auch nicht befruchtet worden.
Liebe Mädchen. Auch wenn ihr nie Bravo oder so gelesen habt… Sex mit einem Kerl kann dazu führen, dass da etwas kleines in euch heranwächst. Und wenn ihr auch noch so verdammtes scheiß Glück habt und andauernd mit sowas durchkommt… Ach egal, Moralpredigt hilft ja auch nicht. Wer nicht will…
Jedenfalls erzählt dieses Mädchen da im Bus durch ihr Handy mal schnell allen, die es nicht wissen wollen, dass sie zu blöd zum Verhüten ist, ungeschützten Sex hatte, danach nicht mal was unternommen hat und nun ihrem Glück vertrauen muss, weil es sonst sein kann, dass sie schwanger ist – die ersten Anzeichen wären ja schon da.
Und dann wechselt sie das Thema, es geht um Silvester, und fängt an darüber zu reden, dass ja bei dem und dem der und der Sekt im Angebot wäre. Und auch hier hätte ich gerne die Moralkeule geschwungen… Ey, erst zu blöd zum f***** und dann nicht mal Gedanken über die Konsequenzen machen.
Das Thema kam dann auch schließlich wieder auf die spannenden Brüste und – der Knaller – sie müsse ja so oft aufs Klo. Ja, das ist ein Anzeichen dafür. Aber wenn man bei kalten Temperaturen im Röckchen und dünner Strumpfhose durch die Gegend läuft… Ja dann… DANN müsste ich auch andauernd aufs Klo.
Zurück zum Sushi. Kleines Küken und die Kükenfreunde – die üblichen Verdächtigen, nüsch Muh? – machen sich ans Werk. Reis waschen, waschen, waschen, waschen… Kochen, und auskühlen lassen.
Und dann darf die Muh rollen, weil die das ganz toll kann. Und in tollem Teamwork entstehen wunderbar leckere Sushiröllchen und Nigiris, die wir uns reingezogen haben.
Nach einem lange vorbereiteten und leckeren Mahl dann hab ich die Doll auf die Tanzmatten gezwungen – nach langer Zeit mal wieder. Doch da außer uns keiner wollte… *schnüff*
Danach haben wir noch stundenlang gesungen. War nach so langer Zeit auch mal wieder lustig. Mir fehlen unsere SingStar Abende…
Und irgendwann haben sich die Gäste dann mal verabschiedet.
Würde das ja sehr gerne mal wiederholen.
Naja, spät am Abend war noch einiges an Reis, Gemüse und Räucherlachs übrig. Hab das dann zu sehr missglückten Reisbällchen verarbeitet, die ziemliche Ausmaße angenommen hatten… Na, was weg, das weg.
Vier Stück lagen abends im Kühlschrank… Am nächsten Morgen war’s nur noch eins, weil meiner kleiner Bruder Hunger bekommen hat. Wobei wir wieder zur Frage nach der Größe seines Magens kommen. Denn ich war nach dem einen schon sowas von satt, dass es stundenlang gereicht hat…
Verfasst von: kuekteil Am: Januar 6, 2012
Wie versprochen hier nun meine Review zu Der gestiefelte Kater.
Es war einmal ein gestiefelter Kater, der auf der Suche nach den magischen Bohnen war. Und der dabei auf ein süßes Kätzchen und einen alten Bekannten aus Kindertagen trifft, die ihm sagen können, wo sich die magischen Bohnen befinden. Denn nur so kommt man mit einer Bohnenranke in den Himmel, ins Schloss des Riesen und findet dort die Goldene Gans.
Der gestiefelte Kater – charmant wie eh und je – ist auf der Jagd nach dem Verbrecherpärchen Jack und Jill. Denn die haben angeblich die magischen Bohnen. Und die sucht der Kater schon seit einiger Zeit, denn nur so kann er eine Schuld aus der Vergangenheit begleichen. Zunächst sieht es auch nicht so aus, als können er seinen Ziel näherkommen, denn die Katze Kitty Samtpfote macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Und nachdem der Kater ihr nach einem Treffen mit seinem alten Freund Humpty seine Geschichte erzählt hat, macht sich das Trio auf, um die Bohnen von dem verrückten Paar zu stehlen und sie auszusäen, damit sie in den Himmel klettern und in das Schloss des Riesen eindringen können. Denn hier lebt die sagenumwobene Goldene Gans, die den ganzen Tag nichts anderes tut, als goldene Eier zu legen – alle Sorgen wären im Nu vergessen…
„Schnurr um Gande“ hieß es auf einem der Plakate, die den Film beworben haben. Naja, sagen wir mal so: So brutal ist der Film nicht. Die Geschichte ist – wie man sieht – auch recht schnell erzählt. Aber ganz ehrlich: Sieht man den Film, weil man eine Abenteuergeschichte mit viel Tiefgang sehen will, oder weil man auf das Soloabenteuer des Gestiefelten Katers aus ist? Denn der glänzt in seiner Rolle des Frauenverführers, Abenteurers und Degenschwingers wie nie zuvor. Vollgepackt bis zum Rand mit Gags und Situations(katzen)komik, dabei so manches Mal sicherlich auch mit Fragezeichen für die jüngeren Zuschauer, während die Älteren sich ein Schmunzeln nicht verkneifen können.
Kitty Samtpfote ist dabei auch nicht gar so sanft, wie man glauben mag.
Aber einen großen Unterhaltungswert kann man dem Film nicht absprechen, vorausgesetzt natürlich, dass man schon mit Shrek etwas anfangen konnte, denn wir befinden uns selbstredend in der gleichen etwas verqueren Welt.
Abschließend bleibt mir dann nur noch zu sagen, dass der Film vielleicht nicht allzu tiefsinnig und sicherlich etwas kindlich gehalten ist – aber filmtechnisch geradezu super umgesetzt ist. Splitscreens, Einstellungen, Detailreichtum – Hut ab, da gibt es einige Filme, die das nicht so hinkriegen.
Das war – neben den Lachern – auch mit einer der Punkte, die mich an dem Film am meisten begeistert haben. Das wirklich mal etwas herumexperimentiert wurde.
3D ist bei dem Film auch in jedem Fall vollkommen in Ordnung (bei Animationsfilmen mecker ich da sowieso nicht rum), aber muss auch nicht…
Miwow!
Verfasst von: kuekteil Am: Januar 2, 2012
Frohes neues Jahr euch allen!
Wo ich schon Weihnachten mal dezent verpennt habe. Aber man kann ja nicht alles haben. ^.~
Weihnachten war dieses Jahr sowieso etwas strange. War so… unweihnachtlich, wie ich fand. Und das lag mit Sicherheit nicht nur an den Außentemperaturen….. Stress bis zum Ende, dann noch eine Geburtstagsfeier und irgendwie kam dazwischen das weihnachtliche Gefühl einfach nicht auf. Der zweite Weihnachtstag im Phantasialand, ja der war etwas weihnachtlich. Ansonsten war’s nur: Wir setzen uns untern Tannenbaum, essen lecker und schieben uns gegenseitig Geschenke zu… Mmh…
Und nicht das wer meint, wir hätten Krach in der Familie oder so. Aber mir fehlte da irgendwas in dem ganzen Zusammensitzen, rumlabern und so weiter.
Naja, Silvester war dann ja der Kracher – wortwörtlich. *g*
Ach, ich fand’s nett. Einfach nur ruhig rumsitzen, bei DDR versagen, lecker Raclette essen, (Cola) trinken und um Mitternacht ‘ne halbe Stunde ballern.
So rutscht man gut ins neue Jahr – wobei rutschen letztes Jahr besser passte.
So, in den folgenden Tagen werden Sie hier finden…
Was zum Kater in Stiefeln, was zu den Tributen von Panem, eine Geschicht um Sushi und dem Weg dorthin und viiiiiiiiiiiel Rumgeheule wegen der Uni und meinem inneren Schweinehund… Mag dich nicht…
Verfasst von: kuekteil Am: Dezember 19, 2011
Naja, da es schon fast eine kleine Tradition geworden ist, sich die Twilight Filme im Kino anzusehen (und nach diesem ja zum Glück auch nur noch einer kommt), sind wir letztens in den Film gegangen. Umringt von vielen Weibern und dem ein oder anderen Kerl, der reingezwungen wurde.
Und da wir bei Twilight nun auch das Harry Potter Prinzip haben (ich teile einfach ein Buch, dann hab ich zwei Filme und mehr Geld) hier nun die Handlung:
Eigentlich könnte doch alles so schön sein. Bella und Edward haben endlich alle Widrigkeiten beseitigt, die Wölfe halten die Füße still und nach der Verlobung steht nun die große Hochzeit an. Und die wird auch ausgiebig gefeiert. Sogar Bellas Lieblingswolf Jacob lässt sich auf der Feier sehen, die mit dem Start in die Flitterwochen für Bella und Edward endet. Da kommt es dann zur Erfüllung von Bellas Träumen, weil Edward ganz traditioell die Hochzeitsnacht mit ihr begeht. Der bereut das allerdings, weil er vollkommen vernebelt von seinen Gefühlen Bella Verletzungen zugefügt hat. Und es kommt wie es kommen muss – die Nacht ist nicht ohne Folgen geblieben, denn Bella ist schwanger. Und das Kind steht vor allem auf eines: menschliches Blut und saugt Bella nach und nach von innen aus, sodass diese immer schwächer wird.
So, ich könnte noch zwei kurze Sätze anfügen, dann hab ich den gesamten Film zusammengefasst und ihr wüsstest Bescheid. Versteht man jetzt vielleicht, warum ich bis heute nicht verstehe, wozu man diesen Band als einzigen geteilt hat? Wo er für mich so ziemlich der inhaltsloseste ist? Aber egal, sie haben es nun einmal getan und der Film ist einfach nur mies. Und das sagt ich als jemand, der immer versucht etwas gutes zu finden und der auch die Bücher gelesen hat. Wobei ich auch hier schon nicht ein Fan des vierten Bandes war, weil ich den einfach nur sinnlos fand in dem Sinn, dass er für mich die Geschichte nur aufbläst und nicht weiterführt.
Aber zurück zum Film. Wirklich langgezogen werden die Vorbereitungen der Hochzeit bis zur eigentlichen Trauung. Zwischendurch ein bisschen Kuscheln mit dem Wolf, dann geht’s in die Flitterwochen und wir erleben eine Teenie-Action, wie sie im Buche steht. Bella rasiert sich dann vor dem Akt tatsächlich noch die Beine (ja, Ordnung muss sein). Bis zu diesem Zeitpunkt sieht man vor allem eines: Bella und Edward in Love. Knutschen, Knutschen, Knutschen. Also selbst einem Romantik-Liebhaber dürfte das zuviel des Guten sein, als den beiden stundenlang (entschuldigung, es es sind natürlich nur MINUTEN) dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig die Zungen in den Hals schieben.
Und dann könnte tatsächlich mal eine sehr romantische Szene dargestellt werden, wenn die beiden im Mondschein baden gehen und was ist? Nichts… Die stehen erst vor- und dann nebeneinander und beschauen sich den Mond… Von Stimmung keine Spur. Beim Akt danach dann übrigens auch nicht, außer dass man das Bedürfnis zu Lachen nicht im Zaum halten kann, wenn Edward das Bett beim „wilden“ Treiben „zerstört“. Verdammt nochmal, selbst wenn ich darüber nachdenke muss ich schon wieder lachen! Zum einen ist Blümchensex für das was die da tun noch absolut milde ausgedrückt. Außer viel Zunge in Hals ist da nichts wirklich was zu sehen. Und das Zerstören des Bettes – nun ja… Hatte ich mir irgendwie überzeugender vorgestellt… Das schaffe ich auch mit ein bisschen Trampolinspringen. Der Lacher schlechthin waren dann ja auch die drei blauen Flecken, die Bella beim heißen Liebesspiel davongetragen hat und für die Edward sich am liebsten von der nächsten Klippe stürzen würde, wenn es etwas brächte. So Leid tut es ihm, dass er seine Bella schwer verletzt hat!
Die Wölfe waren auch wieder einmal das digitale Grauen. In Zeiten von Avatar und Transformers würde ich da schon etwas qualitativ hochwertigeres erwarten, dass ich den Wölfen ihre Emotionen auch abkaufen kann und nicht nur überlege, wie viel Polygone die zu wenig genutzt haben.
A propos Emotionen. Auch wenn Vampire vielleicht eine etwas eingeschränktere Mimik haben sollten – aber komplett fehlen sollte die dann vielleicht auch nicht. Die meisten der vampirischen Schauspieler taten aber vor allem eines: Starr in der Gegend herumzuschauen. Vielleicht werden mir die Charaktere Carlisle, Alice, Esme und Emmet auch deswegen immer sympathischer, weil die in ihre Rolle zumindest noch etwas Emotion legen. Bei den Wölfen war ich froh, dass zumindest Jacob noch eine richtige Mimik hatte. Dem hab ich als einzigen seine Emotionen auch nur annähernd abkaufen können. Der wechselte ja zum Glück auch mal, während die anderen meist auch nur einen einzigen Gesichtsausdruck draufhatten. Und von Bella will ich erst gar nicht anfangn.
Allein die Szene am Morgen „danach“ hat mich so zum Lachen gebracht. Man stelle sich einfach eine Bella mit dem typischen Gesichtsausdruck vor. Kennen wir ja. Und dazu folgende Sätze. „Ich war bis eben so glücklich, hast du das nicht gemerkt? Und jetzt bin ich wütend.“ Das man diese beiden – eigentlich recht unterschiedlichen Emotionen – noch herausfiltern kann, das liegt an der deutschen Synchronisation der Szene – nicht an ihrer Mimik, denn die bleibt in der ganzen Zeit gleich.
Und Bellas Verwandlung in einen Vampir… Ach lassen wir das… Glaub das war noch eine der wenigen spektakulären Szenen. Wobei Spektakulär auf der Richterskala immer noch nur eine eins bedeutet.
Daneben gab es tatsächlich nur noch eine Szene, die recht schön gemacht fand. Und das war die Prägung von Jacob. Zumindest technisch fand ich die schön umgesetzt.
Doch noch was positives in zwei Stunden Inhaltslosigkeit gefunden. Juchu!
Insgesamt ist es wohl der längste Prolog der Filmgeschichte, denn der eigentlich wichtige Teil kommt ja erst noch…
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